Verfasst 2026 CM
Das FFF-Schichtdruckverfahren (Fused Filament Fabrication) ist auch unter dem Namen FDM-Verfahren (Fused Deposition Modelling) bekannt. Hierbei handelt es sich um einen geschützten Markennamen der Firma Stratasys. Scott Crump entwickelte das Verfahren 1988. Dabei wird geschmolzener Kunststoff schichtweise aufgetragen, bis ein Teil seine endgültige Form erreicht. 2009 liefen Patente aus, wodurch die Entwicklung der 3D-Drucktechnologie für jeden offen stand und auf Open-Source-Basis begann.


Kommerzielle 3D-Drucker-Bausätze außerhalb der RepRap-Community wurden ab 2009/2010 in den USA von der Firma MakerBot vertrieben. Kurze Zeit später (2010/2011) folgte der erste 3D-Drucker Bausatz "PRotos" der Firma GRRF in Deutschland. Im weiteren Verlauf gründeten sich Firmen wie Ultimaker (2011), Prusa (2012), BigRep (2014), CR-3D (2016), Bambu Lab (2020) und viele weitere Firmen, die auf der Grundlage der 3D-Druck-Community und dem Open-Source-Gedanken beruhen.
Mittlerweile wird der Markt hauptsächlich von chinesischen Unternehmen dominiert. Bambu Lab brachte 2022 einige revolutionäre 3D-Drucker auf den Markt, die es auch Nicht-Technikenthusiasten ermöglichen, ohne großes technisches Wissen und Verständnis, 3D-Drucker zu bedienen. Mittlerweile (2026) geht der Open-Source-Gedanke immer weiter verloren. Patente werden angemeldet und Firmen schotten sich immer weiter von der 3D-Druck-Community ab oder verklagen sich gegenseitig.
... 2011 mit dem 3D-Drucker Bausatz PRotos (obere Abbildung) - damals noch alternativlos. Dieser wurde mit der Zeit immer weiter optimiert. Es folgten weitere 3D-Drucker-Eigenbauten. Bis hin zu meinen heute noch genutzten 3D-Druckern.
Warum Eigenbauten? Die damaligen 3D-Drucker (Bausätze) waren laut, langsam, litten unter Schwingungen, waren unzuverlässig, es kam zu Schichtversatz beim 3D-Druck und Geruchsbelästigung. Sie waren Preisoptimiert für den Verkauf. Mein Ziel lag 2016 (Gründung) auf zuverlässigen und leisen 3D-Druckern, bei denen die Qualität der 3D-Drucke im Vordergrund stand. Dadurch wurde alles etwas größer gewählt. Vom Rahmen über die Riemen, das Druckbett bis hin zu den Motoren und den dazugehörigen Treibern.

Bei den heute vertriebenen (ab 2022) höherpreisigen 3D-Druckern wird dies über die fortgeschrittene Elektronik und Software kompensiert. Aufgrund des technologischen Fortschrittes (u. A. KI und zuverlässige Zwei-Düsen-Drucker) ist auch eine Weiterentwicklung der Eigenbauten nicht mehr zeitgemäß. Daher sind mittlerweile auch kommerziell vertriebene 3D-Drucker im Bestand. Dennoch können meine Eigenbauten weiterhin bei der Druckqualität mithalten.

